Zehn Schwerpunkte für eine verlässliche, handlungsfähige und lebenswerte Stadtentwicklung.
01
Kinderbetreuung
Verlässliche Betreuung für Familien
Familien benötigen Betreuungsangebote, auf die sie sich verlassen können. Dazu gehören ausreichende Plätze, tragfähige Öffnungszeiten, gute räumliche Bedingungen und qualifiziertes Personal. Der Ausbau des Kindergartens Halde und die weitere Bedarfsentwicklung müssen transparent begleitet werden. Ich will gemeinsam mit Einrichtungen, Eltern und Beschäftigten eine verlässliche Planung schaffen, die Qualität, Personal und Finanzierung zusammen betrachtet.
Konkretes Ziel: Zu Beginn der Amtszeit soll ein aktueller Überblick über Betreuungsbedarf, vorhandene Plätze, Personalentwicklung, Öffnungszeiten und anstehende Investitionen erstellt und öffentlich erläutert werden.
02
Digitale und erreichbare Verwaltung
Digital, wo es hilft – persönlich, wo es gebraucht wird
Verwaltungsleistungen sollen schrittweise einfacher und digital zugänglich werden. Anträge, Terminvereinbarungen und Informationen müssen verständlich und möglichst medienbruchfrei angeboten werden. Gleichzeitig darf niemand ausgeschlossen werden, der den persönlichen Kontakt bevorzugt oder Unterstützung benötigt. Digitalisierung ist für mich kein Selbstzweck. Sie muss Wartezeiten verkürzen, interne Abläufe verbessern und den Beschäftigten mehr Zeit für die eigentlichen Anliegen der Menschen geben.
Konkretes Ziel: Die wichtigsten und am häufigsten genutzten Verwaltungsleistungen sollen erfasst und nach Bürgernutzen sowie Umsetzbarkeit priorisiert digitalisiert werden.
03
Gute Schulen und Ganztag
Moderne Bildung braucht verlässliche Rahmenbedingungen
Gute Schulen benötigen geeignete Gebäude, moderne Ausstattung und eine verlässliche Betreuung. Die Umsetzung des Ganztagsanspruchs muss räumlich, personell und organisatorisch tragfähig gestaltet werden. Digitalisierung, Schulhöfe und Betreuungsräume dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Die Stadt soll Schulen, Betreuungskräfte und Eltern frühzeitig einbinden und ihre Verantwortung als Schulträger verlässlich wahrnehmen.
Konkretes Ziel: Mit Grundschule, Realschule, Betreuung und Elternvertretungen soll ein regelmäßiges Schul- und Betreuungsgespräch eingerichtet werden, das Investitionen und organisatorische Entwicklungen gemeinsam abstimmt.
04
Freibad und kommunale Einrichtungen
Lebensqualität erhalten und verantwortlich finanzieren
Das Freibad gehört zur Identität Neuffens und steht für Kindheit, Familie und Lebensqualität. Mein Ziel ist sein langfristiger Erhalt. Dafür braucht es ein belastbares Konzept für Betrieb, Personal, Sanierung, Energieverbrauch und Finanzierung. Auch die Stadthalle muss nach ihrer Sanierung stärker mit Leben gefüllt werden. Für Stadtbücherei, Museum und Großes Haus ist ein gemeinsames, finanzierbares Nutzungskonzept erforderlich.
Konkretes Ziel: Für das Freibad soll unter Beteiligung von Gemeinderat, Fachleuten und Bürgerschaft ein langfristiges Betriebs- und Sanierungskonzept entwickelt werden.
05
Finanzen mit Weitblick
Jeder Euro muss wirken
Neuffen muss weiter investieren, aber nicht alles Wünschenswerte kann gleichzeitig umgesetzt werden. Deshalb braucht es klare und transparente Prioritäten. Bei größeren Vorhaben müssen neben den Baukosten auch Unterhaltung, Personalbedarf, Energieverbrauch und weitere Folgekosten dargestellt werden. Fördermittel sollen konsequent genutzt werden. Freiwillige Leistungen dürfen nicht pauschal gestrichen, müssen aber regelmäßig nach Nutzen und Finanzierbarkeit überprüft werden.
Konkretes Ziel: Der Gemeinderat und die Öffentlichkeit sollen eine übersichtliche, mehrjährige Prioritätenliste der wichtigsten Investitionen mit Finanzierung und Folgekosten erhalten.
06
Infrastruktur, Glasfaser und Stadtentwicklung
Erhalten, bevor teuer ersetzt werden muss
Straßen, Wege, öffentliche Gebäude, Wasser- und Abwassernetze sowie digitale Infrastruktur müssen vorausschauend gepflegt werden. Rechtzeitige Unterhaltung ist häufig wirtschaftlicher als eine spätere Grundsanierung. Beim Glasfaserausbau braucht Neuffen ein tragfähiges Konzept mit nachvollziehbaren Bedingungen, guter Flächenabdeckung und klarer zeitlicher Perspektive. Auch Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Lärmschutz gehören zu einer verantwortungsvollen Infrastrukturpolitik.
Konkretes Ziel: Für die wesentlichen kommunalen Gebäude und Infrastrukturanlagen soll ein transparentes Erhaltungs- und Sanierungsprogramm mit Prioritäten aufgebaut werden.
07
Ehrenamt und Vereine
Engagement verdient verlässliche Unterstützung
Neuffen lebt vom Engagement seiner Vereine, der Feuerwehr, der Kirchen und vieler Initiativen. Die Stadt muss für diese Menschen eine zuverlässige und lösungsorientierte Ansprechpartnerin sein. Verfahren und Zuständigkeiten sollen verständlich sein, Räume fair vergeben und Veranstaltungen frühzeitig abgestimmt werden. Vereinsförderung muss transparent und verlässlich bleiben. Ehrenamt verdient nicht nur Dankesworte, sondern praktische Unterstützung.
Konkretes Ziel: Ein regelmäßiges Vereinsgespräch soll dazu dienen, gemeinsame Themen frühzeitig zu besprechen und wiederkehrende organisatorische Probleme pragmatisch zu lösen.
08
Kappishäusern
Von Anfang an einbeziehen
Neuffen besteht aus der Kernstadt und Kappishäusern. Die räumliche Trennung darf nicht dazu führen, dass die Anliegen des Stadtteils erst am Ende berücksichtigt werden. Der Ortschaftsrat muss bei wichtigen Vorhaben frühzeitig einbezogen werden. Als Bürgermeister werde ich regelmäßig in Kappishäusern präsent sein und den direkten Kontakt zu Bürgerschaft, Vereinen, Feuerwehr und örtlichen Einrichtungen suchen.
Konkretes Ziel: Es soll regelmäßige Bürgermeistersprechstunden in Kappishäusern sowie einen jährlich aktualisierten Überblick über die für den Stadtteil vorgesehenen Maßnahmen geben.
09
Wirtschaft, Innenstadt und Tourismus
Eine starke Stadt braucht starke Betriebe
Handel, Handwerk, Gastronomie, Dienstleistungen und örtliche Unternehmen sichern Arbeitsplätze und tragen zur finanziellen Handlungsfähigkeit bei. Die Stadt soll bestehende Betriebe unterstützen, Verfahren verlässlich begleiten und frühzeitig den Dialog suchen. Altstadt, Weinbau, Hohenneuffen, Bahnanschluss, Wohnmobilstellplatz und Veranstaltungen bieten große Chancen. Diese Bausteine müssen besser miteinander verbunden werden, damit auch Innenstadt und örtliche Wirtschaft profitieren.
Konkretes Ziel: Gemeinsam mit Gewerbetreibenden, Gastronomie, Eigentümern und Tourismusakteuren soll ein regelmäßiger Innenstadt- und Wirtschaftsdialog eingerichtet werden.
10
Nachhaltigkeit, Wärme und Klimaanpassung
Verantwortungsvoll und mit Augenmaß handeln
Der kommunale Wärmeplan soll Orientierung schaffen und nicht zusätzliche Verunsicherung auslösen. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen benötigen verständliche Informationen darüber, welche Lösungen realistisch und wirtschaftlich tragfähig sind. Gleichzeitig muss sich Neuffen auf Hitze, Starkregen und weitere Klimafolgen vorbereiten. Stadtgrün, Hochwasserschutz, energetische Gebäudesanierung und erneuerbare Energien müssen mit Finanzierbarkeit und örtlichen Gegebenheiten zusammenpassen.
Konkretes Ziel: Die priorisierten Maßnahmen des Wärmeplans sollen in einem verständlichen Umsetzungsfahrplan mit Kosten, Zuständigkeiten und Beteiligungsmöglichkeiten dargestellt werden.
Betriebsbesuche
Im direkten Gespräch mit den Betrieben
Betriebsbesuche zeigen, wo Verfahren helfen, wo sie bremsen und was Unternehmen für verlässliche Entscheidungen brauchen. Diesen direkten Austausch möchte ich als regelmäßigen Bestandteil des Innenstadt- und Wirtschaftsdialogs fortführen.
Der Start ins Amt
Meine ersten 100 Tage
In den ersten 100 Tagen will ich zunächst genau zuhören und mir ein vollständiges Bild verschaffen.
Zuhören, prüfen und Prioritäten setzen
01
Zuhören
Dazu gehören Gespräche mit den Beschäftigten der Stadtverwaltung, dem Gemeinderat, dem Ortschaftsrat, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Vereinen, Feuerwehr, Gewerbetreibenden und weiteren Einrichtungen.
02
Prüfen
Der Stand der wichtigsten Projekte, die finanzielle Lage und die organisatorischen Herausforderungen sollen transparent aufgearbeitet werden. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Kinderbetreuung und Ganztag, Freibad, Glasfaser, Großes Haus, Wärmeplanung, Infrastruktur und Kappishäusern.
03
Prioritäten setzen
Anschließend soll eine nachvollziehbare Prioritätenübersicht vorgelegt werden: Was ist bereits beschlossen? Was ist dringend? Was ist finanzierbar? Und wo müssen Bürgerschaft und Gemeinderat neu entscheiden?
„Ich verspreche nicht, dass alles möglich ist. Ich verspreche, Prioritäten transparent zu setzen, Alternativen ehrlich zu benennen und Entscheidungen verlässlich umzusetzen.“
Im Dialog
Welches Thema ist Ihnen wichtig?
Sie haben eine Anregung, möchten eine andere Priorität setzen oder eines der Themen vertiefen? Schreiben Sie mir – ich freue mich auf Ihre Perspektive.